Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Südamerika
Agua de Castilla liegt auf 3500 Metern im trockenen argentinischen Altiplano. Rund zwanzig Kolla-Familien leben dort von kleinbäuerlichem Anbau sowie von Lamas und Ziegen. Ihre Felder mit Kartoffeln, Erbsen und Zucchetti werden durch einen Kanal bewässert, der Wasser aus dem Chorro-Fluss führt. Der Fluss entspringt in den Anden und versorgt auch die Umgebung der Laguna de Guayatayoc, eines saisonalen Salzsees von 240 Quadratkilometern. Da in der Region üblicherweise weniger als 200 Millimeter Niederschlag jährlich fallen und der Pegel des Flusses in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist, bauen die Bewohner nur begrenzt an. Sie teilen die Bewässerung über ein höher gelegenes Reservoir und öffnen die Ventile täglich abwechselnd während zwei Stunden. Die ohnehin knappe Ressource Wasser gerät durch den Lithiumboom zusätzlich unter Druck.