Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Südamerika
Die rund zwanzig Kolla-Familien von Agua de Castilla im Nordwesten Argentiniens leben in einer trockenen Hochlandregion auf 3'500 Metern. Landwirtschaft sowie die Zucht von Lamas und Ziegen hängen dort vom Fluss Chorro und einem Wasserreservoir oberhalb der Laguna de Guayatayoc ab. Weil Niederschläge selten und schwer planbar sind, bewässern die Bewohnerinnen und Bewohner das Dorf abwechselnd täglich während zwei Stunden und bauen nur so viel an, wie das Wasser zulässt. Rito Benicio, pensionierter Bergarbeiter und Vater von acht Kindern, berichtet von stark gesunkenen Wasserständen in den Bergen in den vergangenen Jahren. Viele seiner Kinder arbeiten inzwischen in Städten oder Minen. Trotz einer regenreichen Saison 2017 bleibt Wasser ein existenzielles Gut für die abgelegene Gemeinde. Der Lithium-Boom in den Anden bedroht diese ohnehin knappe Ressource und damit die Grundlage für das Weiterbestehen von Landwirtschaft und Viehzucht.