Themen: Wirtschaft/Finanzen, Partei-Politik, Geopolitik
Regionen: International, Nordamerika
Die veränderten Mehrheiten nach den US-Zwischenwahlen erschweren Donald Trump zusätzliche Steuersenkungen, Ausgabenprogramme und Deregulierung. Marktstrategen rechnen deshalb teilweise mit politischer Blockade, tieferen langfristigen Anleihenrenditen und einem günstigeren Umfeld für Aktien. RBC BlueBay und UBS erwarten zunächst keine grundlegende Änderung der mittelfristigen wirtschaftlichen Perspektiven; UBS verweist auf Risiken bei den Verhandlungen zur Staatsverschuldung. Lombard Odier sieht in der geteilten Regierung eine Begrenzung extremer politischer Vorstösse und bleibt für Aktien und Dollar zuversichtlich. Andere Experten warnen vor einer «wütenden lahmen Ente»: Trump könnte Exekutivbefugnisse, insbesondere in der Handelspolitik, umso entschlossener einsetzen. Zölle, Exportkontrollen und Technologiebeschränkungen blieben auch für China und asiatische Märkte relevant. Für Schweizer Unternehmen bedeuten ein stärkerer Franken und die unsichere US-Zollpolitik weiterhin Druck auf Exporte und ausländische Erträge.