Themen: Gesundheit
Regionen: Schweiz, Tessin
Vier Personen haben sich im Tessin im Gebiet der Magadinoebene mit Chikungunya infiziert, obwohl sie zuvor nicht in Regionen gereist waren, in denen das Virus zirkuliert. Das Departement für Gesundheit und Soziales hat epidemiologische Abklärungen sowie gemeinsam mit der SUPSI, Gemeinden und Bundesstellen Kontrollen der Mücken eingeleitet. Der Krankheitsverlauf der Betroffenen ist günstig; abgesehen von anhaltenden Gelenkbeschwerden geht es ihnen gut. Wegen der kleinen Zahl von Fällen und des bevorstehenden Endes der Mückensaison stuft das Departement das Risiko für die Bevölkerung als sehr gering ein. Chikungunya wird durch Stiche infizierter Aedes-Mücken übertragen, insbesondere durch die im Tessin dauerhaft verbreitete Tigermücke, nicht direkt von Mensch zu Mensch. Rückkehrende aus tropischen Ländern sollen bei Symptomen ärztlichen Rat einholen und sich während 14 Tagen vor Mückenstichen schützen.