Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die NZZ hat den Vertrag mit Dominik Feusi für eine Stelle als Bundeshausredaktor der Wirtschaftsredaktion wieder aufgelöst, nachdem dessen Plagiat aus dem Jahr 2024 öffentlich wurde. Feusi soll beim «Nebelspalter» eine Analyse des britischen «Telegraph» zu Israel und Iran übernommen und als eigene ausgegeben haben. Nach Darstellung des Beitrags hatte die NZZ das Plagiat bereits kurz nach dessen Erscheinen intern entdeckt und Feusi damit konfrontiert. Unklar bleibt, weshalb sie ihn später dennoch anstellte und weshalb eine damalige geplante Recherche nicht erschien. Mehrere Quellen der WOZ zufolge soll Benedict Neff, damals Feuilletonchef und zuständig für die Medienseite, deren Veröffentlichung verhindert haben; Neff äussert sich nicht. Die Affäre fällt in eine Phase, in der Chefredaktor Eric Gujer dem Pensionsalter näherkommt und über seine Nachfolge spekuliert wird. Neff galt als möglicher Nachfolger, seine Position dürfte durch den Fall geschwächt sein.