Themen: Wissenschaft, Umwelt
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf hat gemeinsam mit der ETH Zürich untersucht, wie sieben europäische Baumarten auf schwermetallbelasteten Böden wachsen. Die Bäume standen während fünf Jahren auf kontaminierten Flächen. Alle geprüften Arten konnten Blei, Cadmium, Kupfer und Zink binden, ohne dass die Metalle ins Nutzholz vordrangen. Arten mit hohem Nährstoffbedarf wie Grauerle, Zitterpappel, Korbweide und Hängebirke speichern die Schadstoffe nicht nur in den Wurzeln, sondern auch in Stamm, Ästen und Blättern. Fichte, Rotbuche und Bergahorn lagern sie dagegen vor allem in spezialisierten Wurzelstrukturen ein. Laut WSL-Forscher Pierre Vollenweider könnte eine angepasste Waldbewirtschaftung kontaminierte Standorte kosteneffizient wieder wirtschaftlich nutzbar machen. Als Nächstes soll der Ansatz unter realen Bedingungen erprobt werden.