Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Eine Schweizer Banken- und Vermögensverwalterlobby verlangt, die für Oktober geplante Einführung eines Transparenzregisters zu verschieben. Das Register soll die wirtschaftlich Berechtigten von Stiftungen und anderen Strukturen erfassen und betrifft rund 500’000 Personen. Die Verbände warnen, die Datenbank könne ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle werden. Auslöser der Kritik ist ein Cyberangriff in Liechtenstein, bei dem Daten zu 31’000 Stiftungen und Trusts entwendet wurden. Der Verband der Vermögensverwalter wandte sich an Justizminister Beat Jans und betont, ein Aufschub bedeute keinen Verzicht auf Transparenz, sondern solle unverhältnismässige Risiken verhindern. Auch die Schweizerische Bankiervereinigung erklärt, nicht grundsätzlich gegen das Register zu sein, verlangt aber höchste Datenschutz- und Cybersicherheitsstandards. Finanzministerin Karin Keller-Sutter hatte das Vorhaben unter internationalem Druck vorangetrieben, da der Schweiz im Länderexamen 2027 Probleme drohen könnten.