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Berührungen im Rampenlicht

Zürcher Studierendenzeitung
Berührungen im Rampenlicht

Themen: Kultur, Gesellschaft, Gesundheit

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Désirée Wenger arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Theaterregisseurin und Autorin als Intimitätskoordinatorin für Theater- und Filmproduktionen. Sie analysiert Drehbücher, klärt die Vorstellungen der Regie und entwickelt intime Szenen gemeinsam mit den Darstellenden. Dabei sollen persönliche Grenzen, mögliche Trigger und Risiken frühzeitig sichtbar werden. Wenger betont, viele Grenzüberschreitungen liessen sich durch Wissen und klare Kommunikation vermeiden; bewusste Straftaten jedoch nicht. Für glaubwürdige Szenen kommen Licht, Schatten, Requisiten sowie Intimbekleidung wie Nippelcovers, Tape und Barrieren aus Schaumstoff oder Silikon zum Einsatz. Diese sollen Reibung und stimulierende Kontakte verhindern. Wenger wirkte an einem seit März verfügbaren Schweizer Leitfaden für den Umgang am Set mit. Dieser soll präventiv die mentale Gesundheit schützen. Trotz Fortschritten bestehe weiterhin Druck auf Darstellende, weil sie sich ersetzbar fühlten und Machtgefälle ausgenutzt würden. Grenzen zu setzen dürfe niemanden aus der Branche ausschliessen.

www.zsonline.ch

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