Themen: Kultur, Krieg&Frieden, KI/Digital
Regionen: International, Westasien
Mehr als 200, später laut israelischen Medien mehr als 1000 israelische Filmschaffende haben eine Petition für Yuval Avraham und Rachel Szor unterzeichnet. Die Co-Regisseure des Dokumentarfilms «NAZA» waren nach dessen Auszeichnung mit dem Spezialpreis der Jury in Venedig von Politikern angegriffen und bedroht worden. Ein Wandgemälde bezeichnete sie als Verräter und zeigte sie mit Fadenkreuzen. Zu den ersten Unterzeichnenden zählen Ari Folman, Shlomi Elkabetz, Ran Tal und Michal Aviad. «NAZA» stützt sich auf Aussagen von 24 israelischen Soldaten, Offizieren und Geheimdienstmitarbeitern über Überwachung, Zielauswahl, Luftangriffe und den Einsatz künstlicher Intelligenz im Gazakrieg. Der Titel verweist auf eine militärische hebräische Abkürzung für erwartete getötete Zivilisten als Kollateralschaden. Kulturminister Miki Zohar nannte den Film Verrat und verlangte den Entzug der Staatsbürgerschaft; auch Benjamin Netanyahu verurteilte ihn. Die Armee weist die Vorwürfe zurück. Die Petition fordert eine Aufführung und öffentliche Diskussion in Israel.