Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Juri Eschmann schildert, wie sich seine Angststörung körperlich mit Herzrasen, Atemnot, hohem Blutdruck und Bauchschmerzen äusserte. Zunächst hielt er die Beschwerden für ein körperliches Problem; erst ein Therapeut erkannte nach etwa einem Jahr eine Angststörung. Die Erkrankung entwickelte sich zur Sozialphobie, sodass Eschmann während mehr als zwei Jahren kaum seine WG und sein Zimmer verlassen konnte und seine Stelle verlor. Auslöser von Attacken sind oft «Was-wenn»-Gedanken, die trotz ihrer Irrationalität eine körperliche Angstreaktion auslösen und logisches Denken erschweren. Eine Expositionstherapie mit regelmässigen Spaziergängen half ihm, wieder nach draussen zu gehen. Kreatives Schreiben und Stand-up-Comedy ermöglichen ihm zudem, die Erfahrung zu verarbeiten. Ein erstes IV-Verfahren scheiterte, weil er wegen seiner Angst nicht zu einem Begutachtungstermin in Graubünden reisen konnte. Er hofft nun auf einen erfolgreichen zweiten Anlauf und wünscht sich mehr gesellschaftliches Verständnis.