Themen: CH-Politik, Leben
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Angelo Greco und seine Familie erhielten im Bus zwei Bussen von je 90 Franken, weil sie ihr Ticket in der App erst wenige Sekunden nach der Abfahrt lösten. Der Weg zum Automaten war versperrt; das Verkehrsunternehmen senkte die Forderung später auf 30 Franken. Greco hält die Busse dennoch für unfair, weil kein Schaden entstanden sei und keine Absicht zum Schwarzfahren bestanden habe. Solche Sekundenbussen beschäftigen Fahrgäste und die Ombudsstelle für Verkehr seit Langem. Das Bundesamt für Verkehr hatte diese Praxis vor drei Jahren scharf kritisiert und als widerrechtlich beurteilt. Inzwischen stützt es sie, obwohl sich am zugrunde liegenden Prinzip laut Darstellung nichts geändert hat. Der Ombudsmann für den öffentlichen Verkehr kritisiert insbesondere Verfahren gegen Personen, deren fehlende Absicht zur Umgehung der Billettpflicht erkennbar sei, als unverhältnismässig.