Themen: Wissenschaft, Technologie, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Romandie
Dsm-Firmenich setzt in Genf auf Biokatalyse, Präzisionsfermentation und genetische Editierung, um Duft-, Aroma- und Gesundheitsingredienzen herzustellen. Enzyme und Mikroorganismen dienen dabei als Zellfabriken; an den Standorten Satigny und La Plaine werden Verfahren zur Produktion und Extraktion optimiert. Laut Forschungsleiterin Sarah Reisinger werden für jedes Ingredienz chemische, biologische und natürliche Verfahren hinsichtlich Leistung, Kosten, Kapazität und Nachhaltigkeit abgewogen. Biotechnologisch erzeugtes Clearwood soll gegenüber Patchouli die CO₂-Bilanz um den Faktor zehn verbessern, Dreamwood eine Alternative zu bedrohtem Sandelholz sein. Das Unternehmen arbeitet zudem an der Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe als Kohlenstoffquelle. Künstliche Intelligenz unterstützt die Vorhersage von Proteinstrukturen, Moleküleigenschaften und Geruchsrezeptor-Interaktionen sowie die Suche nach neuen Ingredienzen. Genf ist der wichtigste R&D-Standort des Konzerns; rund drei Viertel der über 2000 Schweizer Beschäftigten arbeiten im Kanton Genf.