Themen: Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Bundesanwaltschaft hat keine Strafuntersuchung gegen die frühere MBaer Merchant Bank oder gegen frühere Mitarbeitende eröffnet. Vorwürfe gegen die kontoführende Bank wurden jedoch mehreren laufenden Strafverfahren und Vorabklärungen zugeordnet, die sich gegen natürliche Personen oder Unbekannt richten. Die US-Finanzstrafbehörde FinCen hatte die Zürcher Bank Ende Februar als primäres Geldwäschereirisiko eingestuft und ihr vorgeworfen, mehr als 100 Millionen Dollar aus illegalen Quellen für Iran und Russland durch das US-Finanzsystem geleitet zu haben. Auch Korruptionsbezüge zu Venezuela wurden genannt. Die Finma entzog der Bank im Februar 2026 die Lizenz und ordnete die Liquidation an. Sie stellte gravierende Mängel bei der Abklärung von Hochrisikokunden, Meldungen zu Geldwäscherei und möglichen Sanktionsverstössen fest. Die Liquidation kommt langsam voran: Rund 700 Kunden werden überprüft, erste Gelder sollen ausbezahlt worden sein.