Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Bitte nicht! Was uns Just Eat einbrocken will

Infosperber
Bitte nicht! Was uns Just Eat einbrocken will

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft, Migration/Asyl

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Werner Vontobel kritisiert Just Eat und Uber Eats als Ausdruck einer auf globale Wertschöpfung und permanente Verfügbarkeit ausgerichteten Wirtschaft. Kuriere sollten künftig teils als Selbständige arbeiten und laut einem zitierten Bericht 6.50 Franken pro Lieferung erhalten. Solche Einkommen oder selbst kantonale Mindestlöhne reichten bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter oder Familiengründung oft nicht aus, argumentiert Vontobel; die Folgekosten trage der Staat. Er verbindet dies mit steigenden Mieten, subventionierter Kinderbetreuung und Pflege sowie einer wachsenden Staatsquote. Freihandel habe Einkommensunterschiede nicht wie versprochen verringert, sondern verschärft. Der Autor fordert, Plattformen müssten Bundesgerichtsurteile respektieren, Kurieren Arbeitsverträge anbieten und existenzsichernde Löhne bezahlen. Andernfalls sollten Kundinnen und Kunden auf Lieferdienste verzichten, statt prekäre Arbeit und staatliche Unterstützung mitzufinanzieren.

www.infosperber.ch

Zum Originalartikel