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Blinder Fleck im Kunsthaus Zürich

Infosperber
Blinder Fleck im Kunsthaus Zürich

Themen: Kultur, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Das Kunsthaus Zürich präsentiert vom 2. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027 Werke von Maria Lassnig und Edvard Munch. Der Beitrag kritisiert, dass die Ausstellungskommunikation problematische historische Bezüge nicht aufgreife. Besonders genannt wird Munchs Werk «Musik auf der Karl Johan Strasse», das zuvor dem jüdischen Kunsthistoriker und Arzt Curt Glaser gehörte. Glaser wurde 1933 von den Nationalsozialisten entlassen, finanzierte seine Flucht teilweise mit dem Verkauf seiner Munch-Werke und bot das Bild 1941 dem Kunsthaus an. Dieses zahlte 12’000 statt der verlangten 15’000 Franken. Die Glaser-Erben fordern Rückgabe oder Entschädigung; das Werk steht weiterhin auf einer Liste kritischer Objekte, deren Provenienz und Verkaufskontext überprüft werden. Kritisiert wird zudem, dass Unterlagen zur Ausstellung Lassnigs Förderung im Nationalsozialismus nicht erwähnen. Die Künstlerin erhielt 1943 und 1944 dreimal ein Kärntner Gaustipendium sowie im Februar 1945 ein Staatsreisestipendium.

www.infosperber.ch

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