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Italienische Strandkonzessionen waren einst Invaliden-Renten

Infosperber
Italienische Strandkonzessionen waren einst Invaliden-Renten

Themen: Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, Europa

Italiens Strandkonzessionen entstanden als soziale Absicherung für Kriegsversehrte, die nach den Weltkriegen nicht mehr in ihren angestammten Berufen arbeiten konnten. Später erhielten auch Flüchtlinge aus ehemaligen Kolonien und verlorenen Gebieten wie Istrien solche Lizenzen. Die staatlich vergebenen Parzellen an der Küste wurden zu günstigen Bedingungen verpachtet und innerhalb der Familien weitergegeben. Mit dem Massentourismus entwickelten sich die einst kleinen Betriebe zu lukrativen Strandbädern mit Liegestühlen, Gastronomie und weiteren Angeboten. Private Betreiber zahlen laut Beitrag durchschnittlich etwa 8000 Euro Konzessionsgebühr jährlich, während pro Konzession Umsätze von geschätzt 250’000 Euro möglich sind. Bis Juni 2027 müssen die rund 30’000 Konzessionen wegen einer EU-Richtlinie öffentlich und europaweit ausgeschrieben werden. Bisherige Betreiber fürchten den Verlust ihrer Betriebe an internationale Unternehmen. Gemeinden wollen neben höheren Einnahmen vermehrt frei zugängliche Strände schaffen und illegale Zäune, Mauern und Bauten entfernen lassen.

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