Themen: Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
In der Luzerner Hofkirche hat eine Holzkonstruktion mit Opferkerzen Feuer gefangen. Die Kerzen waren beim Totengedenkgottesdienst an Allerheiligen angezündet und danach unbeaufsichtigt brennen gelassen worden. Das Feuer erlosch von selbst, niemand wurde verletzt. Paraffin beschädigte den Altarbereich; Rauch hinterliess Russ an der weiterhin bespielbaren Orgel. Die Kirche bezeichnet das Ausbrennenlassen als übliche Praxis und verweist auf ein Brandschutzkonzept. Aus Hintergrundgesprächen kommen dagegen Zweifel: Früher seien die Kerzen nachts gelöscht und das verwendete Modell durch brandsichere Kerzen ersetzt worden. Loris Fabrizio Mainardi, Pfarreimitglied und Vorstandsmitglied des Vereins pro Kirchenschatz, erstattete Strafanzeige. Er vermutet eine grobfahrlässige Verletzung des Feuerschutzgesetzes. Fragen zum Kerzenmodell und zu früheren Wechseln beantwortet die Kirche mit Verweis auf das Verfahren nicht.