Themen: Partei-Politik, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Bellinzonas Stadtpräsident Mario Branda lehnt die progressive Einheitsliste von SP, Grünen und Movimento per il Socialismo (MpS) für die kommenden Tessiner Kantonswahlen scharf ab. Unter diesen Bedingungen wäre ein eigenständiger SP-Antritt besser gewesen, sagt er. Besonders die von den Grünen angeregte oder durchgesetzte Zusammenarbeit mit dem von Giuseppe Sergi koordinierten MpS liege nicht im Interesse der Sozialdemokratie. Viele SP-Wählende würden diese Entscheidung kaum verstehen. Dass das MpS seit mehr als zwanzig Jahren die Zweiprozenthürde nicht überwinde, deute darauf hin, dass dessen politischer Ansatz bei der Wählerschaft nicht verfange. Branda hält auch eine Verdoppelung der Regierungssitze für illusorisch, zumal Parteien und Bevölkerung nach rechts rückten. Innerhalb der SP gebe es verschiedene Strömungen, betont er. Opposition in die Regierung zu tragen, sei für ihn ein Widerspruch: Eine Exekutive müsse handlungsfähig bleiben.