Themen: Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die kurdisch-türkische kriminelle Organisation Tolhildan ist laut Bundeskriminalpolizei seit rund zwei Jahren vor allem in der Region Basel aktiv. Sie handelt mit Waffen und Drogen, rekrutiert Mitglieder über soziale Netzwerke und arbeitet mit der Bande Daltons zusammen. Diese wird für Anschläge auf Geschäfte in Deutschland verantwortlich gemacht. Markus Gisin, Chef der Bundeskriminalpolizei, sieht die Sicherheit im öffentlichen Raum gefährdet, weil Konflikte teilweise mit Schusswaffen ausgetragen würden. Die Gruppen griffen dabei gezielt ihre Gegner an. Auf Telegram würden unter anderem 3D-gedruckte Pistolen, Kalaschnikows und Maschinengewehre verkauft. Laut fedpol hat Tolhildan in der Schweiz eine zweistellige Zahl von Mitgliedern; Zusammensetzung und Name der dynamischen Struktur änderten sich gelegentlich. Beide Banden sollen vom selben mutmasslichen kurdisch-türkischen Drogenboss kontrolliert werden, nach dem Interpol seit Jahren fahndet.