Themen: Innen-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Tessin
HelvEthica Ticino hat beim Tessiner Verwaltungsgericht Rekurs gegen die Abschreibung eines Verfahrens zur verbotenen Vorführung der Dokumentation «Maidan: la strada verso la guerra» in Muralto eingereicht. Die Gemeinde hatte eine zunächst bewilligte Projektion für den 29. Januar 2026 am 12. Januar widerrufen und mögliche Spannungen sowie Störungen der öffentlichen Ordnung angeführt. Die von HelvEthica Ticino und Amici della Costituzione geplante Veranstaltung betraf einen Film, der die Maidan-Revolution von 2014 aus russischer Perspektive interpretiert. Der Regierungsrat verweigerte zunächst die aufschiebende Wirkung, weshalb die Vorführung nicht stattfinden konnte. Am 23. September schrieb er den Rekurs ab, weil der Veranstaltungstermin verstrichen und damit kein aktuelles Interesse mehr gegeben sei. HelvEthica Ticino beantragt die Aufhebung dieses Entscheids und eine materielle Prüfung des Verbots, insbesondere dessen Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit. Die Bewegung beruft sich auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit und warnt vor einem faktischen Vetorecht von Personen, die Unruhen androhen.