Themen: Gesundheit, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
Der Tessiner Grossrat Roberto Ostinelli hat zwei Motionen zur Senkung der Gesundheitskosten eingereicht. Die erste verlangt einen dreijährigen Pilotversuch mit einer befristeten Ausnahmebewilligung des Bundes: Tessinerinnen und Tessiner könnten internationale, gleichwertige und regulierte Krankenversicherungen wählen. Vorgesehen ist ein Monatsbeitrag von rund 140 Franken oder Euro bei einer Franchise von bis zu 3000 Franken oder Euro. Wer teilnimmt, würde auf RIPAM-Prämienverbilligungen verzichten; für eine vierköpfige Familie veranschlagt Ostinelli eine Ersparnis von rund 10'000 Franken jährlich. Die zweite Motion schlägt für Erwerbstätige bis zum Rentenalter ein freiwilliges kantonales Versicherungsmodell für 350 Franken monatlich vor, alternativ 300 Franken. Von 4200 Franken jährlich sollen je 500 Franken an den Hausarzt und auf ein persönliches Gesundheitskonto gehen; 3200 Franken finanzieren die Deckung nach einer Franchise von 2500 Franken. Ein kantonaler Fonds für Kosten im Alter und am Lebensende wäre mit 115 Millionen Franken vorgesehen.