Themen: CH-Politik, Partei-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn, Zentralschweiz
Cédric Wermuth zieht vom Aargau nach Luzern und will sein Nationalratsmandat für den Aargau trotz des Wohnortwechsels weiterführen. Verfassungsrechtlich ist dies möglich. Der Kommentar hebt die politische Spannung hervor: Wermuths SP habe Luzern lange als Beispiel für schädlichen Steuerwettbewerb kritisiert. Bürgerliche Regierungen hätten dort die Steuern für Unternehmen und Private gesenkt, um Kapital und gut verdienende Steuerzahlende anzuziehen. Die Linke habe davor gewarnt, dadurch würden der Service public geschwächt und Vermögende begünstigt. Wermuth, der Ambitionen auf einen Bundesratssitz habe, sieht laut Darstellung keinen Konflikt zwischen seinem Lebensmittelpunkt in Luzern und seiner politischen Vertretung des Aargaus. Zu seinen persönlichen Steuerverhältnissen äussere er sich nicht. Der Text wertet den Umzug polemisch als Wechsel von sozialistischer Programmatik zu einem steuerlich vorteilhaften Wohnort.