Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Jutta Koether zeigt mit «Charm» ihre erste Einzelausstellung in einem Schweizer Museum. In der Villa Flora des Kunstmuseums Winterthur platziert die in New York und Berlin arbeitende Künstlerin eigene Werke inmitten der postimpressionistischen Sammlung der Hahnloser/Jaeggli Stiftung. Ihre Arbeiten treten dabei in einen Dialog mit Werken von Van Gogh, Cezanne, Vallotton, Bonnard und Matisse. «Pink Ladies» von 2026 greift Cezannes Apfelstillleben auf, verbindet die Früchte aber mit feministischen und konsumkritischen Assoziationen. Das Bild «Fiorentino Rosso Sansepulcro» bezieht sich auf Rosso Fiorentinos Grablegung von 1528 und reduziert dessen dramatische Figurenwelt zu einer leichteren, ornamentalen Bildordnung. Mit «Black Notebook (Matisse Window)» antwortet Koether auf Matisses «Nice, cahier noir», das an derselben Stelle hängt. Koethers Werk verbindet seit den 1980er Jahren Malerei, Popkultur, Kunstgeschichte und weibliche Körpermotive. Die Ausstellung läuft bis 17. Januar 2027.