Themen: Leben, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Schweizer Wandertourismus sieht sich wegen wachsender Besucherzahlen mit überfüllten Ausflugszielen, Warteschlangen vor Bergbahnen, überlasteten Infrastrukturen und Abfall auf Wanderwegen konfrontiert. Rund 120 Fachleute aus Tourismus, Freizeit, Mobilität und Raumplanung diskutierten Anfang September am dritten Schweizer Wandergipfel in Saanen über Lösungen. Nach Ansicht von Vereinspräsident Michael Roschi braucht es aktivere Besucherlenkung, koordinierte touristische Angebote sowie eine engere Zusammenarbeit von Tourismus, Infrastrukturbetrieben und Naturschutz. Christoph Engl von der Oberalp Group betonte, Berge würden zunehmend als Orte von Gemeinschaft, Sinnsuche und bewusster Naturerfahrung verstanden, nicht bloss als touristische Produkte. Am Beispiel des Magic Pass wurde zudem erörtert, wie Verbundpässe Bergregionen ganzjährig stärken und neue urbane Zielgruppen ansprechen können. Zugleich erhöhen sie den Druck auf Infrastruktur, Naturschutz und Erlebnisqualität und verlangen ein nachhaltiges Hotspot-Management.