Themen: Partei-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik
Regionen: International, Südamerika
Lateinamerika erlebt nach Darstellung des Beitrags einen politischen Gegensatz zwischen konservativ-libertären Kräften und sozialdemokratisch geprägten Projekten. Argentiniens Präsident Javier Milei setzt auf radikale Deregulierung und das Investorenprogramm Super-RIGI, das Grossinvestoren während 30 Jahren erhebliche Steuer- und Abgabenerleichterungen gewährt. Die Inflation lag dennoch von Juli 2025 bis Juni 2026 bei 33 Prozent. In Chile gewann der ultrarechte José Antonio Kast die Stichwahl im Dezember mit 58 Prozent, verlor in den ersten drei Regierungsmonaten aber 20 Punkte an Popularität. Seine Zusagen zu Kriminalität, Migration und Wirtschaft seien bislang nicht eingelöst. Vor den brasilianischen Präsidentschafts- und Kongresswahlen liegt Luiz Inácio Lula da Silva laut Umfragen vor Flávio Bolsonaro. Als Gründe gelten Schuldenrefinanzierung, die Debatte über kürzere Arbeitszeiten, Steuerentlastungen für niedrigere Einkommen und die Reaktion auf US-Zolldrohungen. Kuba kündigte 176 Reformmassnahmen an; China stellt Hilfe in Aussicht.