Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, International Unbestimmt
«Clayface» erweitert das DC Universe um eine Horrortragödie: Der gefeierte Gotham-Schauspieler Matt Hagen wird vom Gangster, dessen Partnerin er verführt hat, entstellt und verliert seine Karriere. In seiner Not lässt er sich auf eine noch nicht für Menschen zugelassene Nanotechnologie der Wissenschaftlerin Caitlyn Corr ein. Sie repariert zunächst sein Gesicht, verwandelt jedoch nach und nach Körper und Geist des Protagonisten. Die neue Fähigkeit, andere Gestalten anzunehmen, eröffnet ihm zugleich die Möglichkeit zur Rache. Das Drehbuch stammt von Horrorautor Mike Flanagan und nimmt Motive aus einer Batman-Animationsserie der 1990er-Jahre auf. Flanagan gab die Regie wegen anderer Projekte an den Briten James Watkins ab. Dessen Film verbindet Kriminalgeschichte, persönliches Leid und Body Horror; praktische Effekte werden mit Computerbildern kombiniert. Die Inszenierung bleibe weniger radikal als «The Substance», erzeuge aber wirksame Verstörung. Der Film zeige zudem, dass das neue DC Universe unterschiedliche Genres zulässt, ohne für jede Geschichte auf Batman zurückgreifen zu müssen.