Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
Paolo Balzari kritisiert die Budgetierung des Bellinzoneser Municipio angesichts eines für 2027 angekündigten Defizits von 10,6 Millionen Franken. Er verweist darauf, dass die prognostizierten Verluste in den drei Vorjahren deutlich höher gewesen seien als die effektiven Abschlüsse: Für 2023 waren 5,4 Millionen Verlust vorgesehen, tatsächlich resultierte ein Gewinn von 2,5 Millionen. Für 2024 wurden 9,4 Millionen Defizit budgetiert, effektiv waren es 1,9 Millionen; 2025 standen 13,4 Millionen im Budget und 2,7 Millionen in der Rechnung. Balzari sieht darin insgesamt fast 26 Millionen Franken Differenz und bezweifelt die Verlässlichkeit der Voranschläge. Übervorsichtige Prognosen könnten Unterhalts- und Quartierprojekte verzögern. Er erinnert an die Kritik der Geschäftsprüfungskommission von Januar 2025 und an das später abgelehnte Festungsprojekt mit einem Gesamtvolumen von über 19 Millionen Franken. Vor zusätzlichen Sparmassnahmen oder einer Erhöhung des bereits bei 93 Prozent liegenden Steuerfusses verlangt er Erklärungen und bessere Prioritätensetzung.