Themen: Umwelt
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, International Unbestimmt
Die COP17 zur Biodiversität in Eriwan soll die 2022 beschlossenen Ziele des globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal umsetzen. Bis 2030 sollen unter anderem 30 Prozent der Land- und Meeresflächen geschützt werden. Ein UNO-Bericht zeigt jedoch grosse Rückstände: Voraussichtlich werden nur 26 Prozent der Landflächen und 12 Prozent der Meere geschützt sein. Weltweit sind die Bestände wildlebender Wirbeltiere laut WWF zwischen 1970 und 2022 durchschnittlich um 73 Prozent gesunken. Die Artenkrise gefährdet nicht nur den Eigenwert der Natur, sondern auch Wasser- und Nahrungsmittelversorgung. Die Schweiz darf die Zerstörung der Natur nicht als fernes Problem betrachten: Rund ein Drittel der Arten ist hierzulande bedroht. Naturräume sind oft unzureichend bewirtschaftet und vernetzt; gleichzeitig wird intensive Landwirtschaft weiterhin subventioniert. Nötig sind Massnahmen, die lokale Ökosysteme stärken und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen.