Themen: Corona, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Rund 35’000 Schweizer Unternehmen erhielten während der Covid-19-Pandemie Härtefallhilfen von insgesamt über 5 Milliarden Franken; 96 Prozent davon als A-fonds-perdu-Beiträge. Eine zentrale Bedingung untersagte während vier Jahren nach dem Bezug reguläre Dividenden, damit die Unterstützung dem Fortbestand der Firmen statt den Aktionären zugutekommt. Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco wurde bei rund 230 Unternehmen ein Verstoss gegen dieses Dividendenverbot bestätigt. Bei rund 200 weiteren Unternehmen prüfen die Kantone mögliche Verstösse oder führen Rechtsverfahren. Unter den Begünstigten befinden sich knapp 15’000 Gastronomiebetriebe und rund 5’000 Detailhandelsunternehmen. Der Beitrag schätzt, dass von den rund 22’700 unterstützten AG und GmbH vor der Pandemie nur ein Teil überhaupt Dividenden ausschüttete. Gemessen daran könnte der Anteil der fehlbaren, dividendenfähigen Firmen deutlich höher liegen als unter allen Empfängern. Laut Seco haben die betroffenen Unternehmen die Unterstützung bereits zurückbezahlt oder befinden sich in einem Rückzahlungsverfahren.