Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Aktie des Zürcher Rückversicherers Swiss Re ist in den vergangenen Tagen deutlich gefallen, obwohl das Unternehmen Milliardenergebnisse vorgelegt hat. CEO Andreas Berger hatte nach Darstellung des Beitrags den Konzern umgebaut, Mitarbeitende ins Büro zurückbeordert sowie problematische Divisionen saniert oder verkauft. Als mögliche Erklärung für den Kursrückgang wird El Niño genannt, dessen Folgen Rückversicherer traditionell belasten können. Auch andere Unternehmen der Branche seien betroffen. Dennoch stellt sich die Frage, weshalb Swiss Re trotz der als gestärkt wahrgenommenen Position so stark unter Druck gerät. Ein Gesprächspartner vermutet, dass Leerverkäufer den Titel ins Visier genommen haben könnten. Solche Investoren setzen auf sinkende Kurse und decken ihre offenen Positionen nach einem Preisrückgang günstiger ein. Als denkbare Angriffspunkte werden weniger hohe Margen als erwartet oder ein deutlicher Gewinnrückgang genannt; belegt werden diese Vermutungen nicht.