Themen: Wirtschaft/Finanzen, Kultur
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Die St. Galler Immobilienentwicklerin DCD AG hat im März beim zuständigen Konkursgericht eine provisorische Nachlassstundung beantragt. Davon betroffen ist das ehemalige St.-Katharina-Kloster an der Katharinengasse, ein restauriertes Wahrzeichen in der Innenstadt. Die dreimonatige Schutzfrist für die Gläubiger läuft, und ein Richter entscheidet in Kürze über eine Verlängerung des Verfahrens, eine Sanierung oder den Konkurs. Im Konkursfall würde die Liegenschaft mitsamt Anbau Teil der Konkursmasse und später verkauft, allenfalls an einer öffentlichen Gant. Konrad Hummler und die damalige Wegelin-Bank hatten das Gebäude 2007 gekauft und bis 2011 für eine tiefe zweistellige Millionensumme restauriert. Nach dem Untergang der Wegelin im US-Steuerstreit ging es über Raiffeisen an DCD, die es 2020 für sieben Millionen Franken erwarb. DCD wollte den Ort als Geschäftssitz sowie für Kongresse, private Feiern, Theater und Konzerte nutzen; diese Pläne scheiterten offenbar.