Themen: Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Die Krise im spanischen Hochgeschwindigkeitsverkehr verändert nach zwei schweren Unfällen die Reisegewohnheiten. Beim Unglück in Urda in der Provinz Toledo kamen am 28. Oktober mindestens 69 Menschen ums Leben; neun Monate zuvor starben bei einem Unfall in Adamuz auf derselben Strecke Madrid–Sevilla 46 Menschen. Wiederholte Verspätungen, Unterbrüche und längere Fahrzeiten hätten das Vertrauen in das Bahnangebot beeinträchtigt, berichtet La Vanguardia. Im ersten Quartal 2026 beförderten Renfe und private Betreiber mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen 8,05 Millionen Passagiere, 21 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Unternehmen ersetzen Dienstreisen vermehrt durch Videokonferenzen oder Flüge. Der Luftverkehr zwischen Barcelona und Madrid legte in den ersten neun Monaten 2026 um 4,2 Prozent zu; die Verbindungen von Madrid nach Sevilla und Málaga wuchsen um mehr als 20 Prozent. Fluggesellschaften bauen ihr Angebot aus. Laut Reisebüroverband CEAV melden 70 Prozent der Anbieter negative wirtschaftliche Folgen für Geschäftsreisen.