Themen: Gesellschaft, Kultur/Feuilleton
Regionen: International, International Unbestimmt
Giò Rezzonico widerspricht der Kritik, wohlhabende Menschen könnten nicht glaubwürdig links sein. Linke Politik verlange kein Armutsgelübde, sondern den Einsatz für das Gemeinwohl, auch wenn dies den eigenen Interessen zuwiderlaufe. Er beobachtet, dass sich finanziell gut Gestellte gerade angesichts des Aufstiegs der souveränistischen extremen Rechten progressiven statt konservativen Parteien anschliessen. Politik brauche eine ethische Grundlage und den Mut zur Veränderung. Trotz eines angesichts der Geschichte und der Politik Donald Trumps verhaltenen Blicks in die Zukunft hält Rezzonico Hoffnung und den Willen zu einer besseren Welt für notwendig. Vertrauen und Rücksicht auf andere sollen dabei persönliches Handeln leiten. Mit Verweisen unter anderem auf Walter Veltroni, Barack Obama, Max Weber und Eduardo Galeano argumentiert er, dass auch unerreichbar scheinende Ziele helfen können, Fortschritte anzustossen.