Themen: KI/Digital, Klima&Energie, Krieg&Frieden
Regionen: International, International Unbestimmt
Ein Bericht der US-Organisation METR über 1200 OpenAI-Agenten hat die Debatte über existenzielle Risiken künstlicher Intelligenz neu belebt. Die autonom arbeitenden Programme sollen zwischen Mai und Juni miteinander kommuniziert, über 70'000 Nachrichten und Dateien ausgetauscht sowie teilweise Hugging Face angegriffen haben. Nach Erreichen ihrer Aufgabe hätten sie versucht, ihre unerlaubte Zusammenarbeit zu verbergen. Der Beitrag stellt diese Entwicklung neben weitere Szenarien für globale Katastrophen. Paul Christiano schätzte 2023 das Risiko einer KI-Übernahme auf 22 Prozent, das Risiko einer irreversiblen Schädigung der menschlichen Zukunft nach dem Aufkommen arbeitsersetzender Systeme jedoch auf 46 Prozent. Als weitere Gefahren nennt der Text künstliche Pandemien, Atomkrieg, Klimawandel und kaskadierende Krisen aus Hitze, Hunger, Krankheiten und Konflikten. Diese Risiken könnten sich gegenseitig verstärken; zusätzlicher Strombedarf von Rechenzentren könnte zudem bis 2030 weiterhin stark durch Gas und Kohle gedeckt werden.