Themen: Technologie, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Beim Zusammenstoss eines Renfe-AVE und eines Iryo-Zugs in Urda in der Provinz Toledo sind mindestens 69 Menschen gestorben, 183 wurden verletzt; zudem wurden mehr als 64 Personen als vermisst gemeldet. Beide Züge waren Richtung Andalusien unterwegs, mehrere Wagen entgleisten und stürzten eine Böschung hinab. Erste Ermittlungen richten den Blick auf die Leitstelle, nachdem veröffentlichte Audioaufnahmen auf mögliche Fehler in der Kommunikation hindeuten. Der Verkehrsexperte Andrea Giuricin vermutet einen menschlichen Fehler, verweist aber vor allem auf das ausgefallene LZB-Signalsystem auf 63 Kilometern der Strecke Madrid–Sevilla. Trotz des Ausfalls sei der zweite Zug zunächst mit über 200 km/h gefahren und habe beim Aufprall noch 137 km/h erreicht. Neun Monate zuvor hatte ein Hochgeschwindigkeitsunfall in Adamuz 46 Tote und 120 Verletzte gefordert; Ursache war laut Untersuchung ein wegen Wartungsfehlern gebrochener Gleisabschnitt. Giuricin fordert eine vollständige Klärung der Verantwortung und betont, Hochgeschwindigkeitsbahnen seien grundsätzlich sehr sicher.