Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: International, Europa, China
Volkswagen hat im dritten Quartal einen Nettoverlust von 5,8 Milliarden Euro ausgewiesen, mehr als fünfmal so viel wie im Vorjahr. Der Konzern begründet die Belastung vor allem mit Problemen auf dem chinesischen Markt, Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten. Die Auslieferungen in China sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 38,5 Prozent auf 405'800 Fahrzeuge; zudem fielen dort Wertminderungen von rund einer Milliarde Euro an. Lokale Hersteller gewinnen mit technisch fortschrittlichen und preisgünstigen Elektroautos Marktanteile, was die Margen ausländischer Anbieter unter Druck setzt. Volkswagen will deshalb sein bereits mit den Gewerkschaften abgestimmtes Sparprogramm beschleunigen. Bis 2030 sollen insgesamt 100'000 Stellen wegfallen, die Zahl der Modelle halbiert sowie Produktionskapazitäten und Investitionen reduziert werden. Das Ziel sind 31 Milliarden Euro Einsparungen. Für 2026 senkte der Konzern die erwartete operative Marge auf höchstens 1 Prozent. Gleichzeitig plant Volkswagen, jährlich 300'000 in China produzierte Fahrzeuge in weitere asiatische Märkte, den Nahen Osten und Südamerika zu exportieren.