Themen: CH-Politik, Demokratie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Stadtrat hat eine Vorlage zur Umsetzung des vom Stimmvolk beschlossenen 365-Franken-VBZ-Abos ausgearbeitet. Weil der Zürcher Verkehrsverbund die Tarifhoheit besitzt, soll die Stadt kein eigenes Abo schaffen, sondern Einwohnerinnen und Einwohnern Rabattcodes für Jahresabonnemente geben. Ab 2027 soll ein reguläres Erwachsenenabo für die Zone 110 840 Franken kosten; mit dem Rabatt läge der Preis bei 365 Franken. Auch Stadtzürcher GA-Abonnemente würden um 475 Franken günstiger. Das Departement der industriellen Betriebe budgetiert 195 Millionen Franken pro Jahr, rechnet aber effektiv eher mit 140 Millionen. Für den höheren Betrag wäre eine weitere Volksabstimmung nötig. Bei einem Vorjahresdefizit von mindestens 100 Millionen Franken könnte der Stadtrat die Beiträge um bis zu 50 Prozent senken. GLP, SP und Grüne kritisieren Kosten beziehungsweise diese Kürzungskompetenz. Der Gemeinderat berät die Vorlage, danach entscheidet erneut das Stimmvolk. Frühestens im Frühling 2028 könnte die Vergünstigung starten.