Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, International Unbestimmt
Der Direktor des Liberalen Instituts argumentiert in einem neuen Buch mit Štěpán Drábek, Zentralbanken seien nicht Garanten, sondern eine zentrale Ursache wirtschaftlicher Instabilität. Die Vorstellung, Preisstabilität sichere Wachstum und Wohlstand, kritisiert er unter Verweis auf Aussagen von EZB und SNB. Ein allgemeines Preisniveau sei kein verlässlicher Massstab, weil sich Preise einzelner Güter je nach Angebot, Nachfrage und Geldangebot unterschiedlich entwickelten. Zentralbankinterventionen verfälschten nach seiner Darstellung die für wirtschaftliche Koordination nötigen Preissignale. Auch bei statistisch stabilen Durchschnittspreisen könne neu geschaffenes Geld Umverteilung und Fehlallokationen auslösen. Als Beispiel nennt er Japans ultraexpansive Tiefstzinspolitik seit den 1990er-Jahren und einen starken Rückgang des durchschnittlichen Lohnniveaus. Krisen würden anschliessend fälschlich dem freien Markt zugeschrieben. Der Autor fordert stattdessen Privateigentum, freie Preisbildung und einen freien Geldwettbewerb nach Friedrich August von Hayek.