Themen: KI/Digital, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Privatsphäre-Forscher Lukas Hess warnt nach Datenlecks bei Ricardo, der Pensionskasse des Bundes, der «Republik» und weiteren Schweizer Unternehmen vor Resignation. Gestohlene Daten könnten für gezielte Phishing-Versuche, Einschüchterung oder Erpressung genutzt werden. Ricardo-Kundinnen und -Kunden könnten etwa täuschend echte SMS oder Anrufe zu tatsächlichen Verkäufen erhalten. Bei dringlichen Zahlungsaufforderungen solle man innehalten und über einen unabhängig bekannten Kontakt nachfragen. Gespräche im Umfeld und ein ruhiger Umgang mit Druck seien ebenfalls wichtig. KI sei nicht die einzige Ursache von Cyberangriffen, könne jedoch das Auffinden und Ausnutzen von Schwachstellen sowie die Auswertung und Verknüpfung gestohlener Daten beschleunigen. So würden personalisierte Spear-Phishing-Nachrichten massenhaft möglich. Hess fordert Datensparsamkeit, notwendige statt umfassende Datenverknüpfungen und die Löschung nicht mehr benötigter Daten. Datenschutz müsse von Beginn an eingeplant und verbindlich durchgesetzt werden. Bei der «Republik» kritisiert er den unnötigen Zugriff eines Analysetools auf sensible Daten und eine bekannte, trotz verfügbarem Update nicht geschlossene Sicherheitslücke.