Themen: Umwelt, Wissenschaft
Regionen: International, Nordamerika
Die Tierbestände im Golf von Mexiko sind zwischen 2011 und 2015 um 60 bis 85 Prozent zurückgegangen und hatten sich bis 2023 kaum erholt. Eine Studie der Nova Southeastern University hält natürliche Schwankungen als Erklärung für unwahrscheinlich. Besonders betroffen sind Arten wie Krill und Laternenfische, die grösseren Tieren als Nahrung dienen. Nach der Explosion der BP-Plattform Deepwater Horizon am 20. April 2010 strömten während 87 Tagen rund 800 Millionen Liter Rohöl ins Meer. Elf Menschen starben, mehr als 2000 Kilometer Küste wurden verschmutzt. Das Forschungsteam verglich Tierzählungen mit verschiedenen Methoden; Daten aus den 1980er- und 1990er-Jahren lagen näher bei den Werten von 2011 als bei späteren Zahlen. Ölreste befinden sich weiterhin am Meeresboden und in der Nahrungskette. Wie lange die Erholung dauert und ob die frühere Artenvielfalt zurückkehrt, bleibt ungewiss.