Themen: Partei-Politik, Demokratie, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Die AfD gewann die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent und erhielt 39 Sitze; für eine absolute Mehrheit wären 42 nötig. Die als «erwiesen rechtsextrem» bewertete Partei hofft, mit Unterstützung des BSW ihren Kandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Das BSW übersprang mit 5,3 Prozent knapp die Eintrittshürde. Alternativ wird über ein Bündnis von CDU, SPD, Grünen, Linken und BSW diskutiert. Die CDU erreichte 17,2 Prozent, die SPD 9,3, die Grünen 8,9 und die Linke 8,6 Prozent. Die Wahl des Ministerpräsidenten erfolgt geheim, weshalb mögliche Abweichler nicht erkennbar wären. Der Text stellt den Wahlsieg in einen Zusammenhang mit Debatten über Demokratie, Migration und rechtsextreme Politik. Er verweist zudem auf bevorstehende Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sowie auf den Film «Vaterland» über Thomas Manns Rückkehr ins Nachkriegsdeutschland.