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Dem Braunkehlchen geht es schlecht

Journal21
Dem Braunkehlchen geht es schlecht

Themen: Umwelt, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Die Biodiversität im Schweizer Kulturland bleibt laut Fachleuten stark gefährdet. Besonders Braunkehlchen, Feldlerchen und weitere Wiesenbrüter leiden unter intensiver Bewirtschaftung und zunehmend früher Mahd im April und Mai. Noch immer seien rund 40 Prozent aller Brutvögel bedroht; im Kulturland gilt dies für etwa die Hälfte der Vogelarten. Zugleich sind 48 Prozent der 168 Schweizer Lebensraumtypen gefährdet, und nur 17 Prozent der national bedeutenden Biotope werden gesetzeskonform geschützt und unterhalten. Umweltverbände kritisieren unzureichende Finanzierung und politische Kürzungen beim Naturschutz. Die lancierte Bienen-Initiative reagiert auf die Gefährdung von fast der Hälfte der 600 Wildbienenarten. Naturschutzorganisationen begrüssen, dass sie Bestäuber und naturnahe Lebensräume ins Zentrum rückt, verlangen für eine wirksame Umsetzung jedoch verbindliche Massnahmen und ausreichende Mittel. Neben der Landwirtschaft belasten auch Zersiedlung, Verkehrsemissionen und Konsum die Artenvielfalt.

Journal21

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