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Wie Sandabbau die Lebensgrundlagen aller zerstört

Infosperber
Wie Sandabbau die Lebensgrundlagen aller zerstört

Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, Afrika

Der Sandabbau vor Lagos bedroht die Lebensgrundlagen von Fischerfamilien und Küstenbewohnern. Saugbagger holen Sand aus der Lagune für Beton, Strassen, Wohnraum und Landaufschüttungen der rasch wachsenden Metropole. Fischer berichten von deutlich kleineren Fängen; trübes Wasser, veränderte Meeresböden und zerstörte Lebensräume setzen der Tierwelt zu. Anwohner beobachten, dass ihre Häuser nach Monsunzeiten näher ans Wasser rücken. Sand und Kies sind laut Uno-Umweltprogramm mit rund 50 Milliarden Tonnen jährlich die weltweit meistgenutzten Feststoffe, der Bedarf hat sich zwischen 2000 und 2020 verdreifacht. Sand filtert Wasser, schützt Küsten und Grundwasser und bietet zahlreichen Arten Lebensraum. Raubbau kann Deltas absinken lassen, Erosion und Versalzung auslösen sowie Fischbestände einbrechen lassen. Besonders betroffen sind auch Südostasien und weitere Teile Afrikas. Die Uno verlangt Umweltprüfungen, transparente Daten, Kontrollen und ein Vorgehen gegen illegalen Abbau und kriminelle Netzwerke.

Infosperber

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