Themen: Kultur, Krieg&Frieden
Regionen: International, Europa
Andreas Knorr unterstützt den Appell von Jeffrey Sachs, die OSZE neu zu beleben und diplomatische Bemühungen statt einer Rüstungsspirale ins Zentrum europäischer Sicherheitspolitik zu stellen. Darüber hinaus fordert er eine kulturelle Neubesinnung auf konstruktives Miteinander. Als Vorbild nennt er einen 1985 in Finnland initiierten Aufruf von Henrik Otto Donner, Ralf Långbacka und Paul Osipow zum zehnjährigen KSZE-Jubiläum. Der Appell betonte die Bedeutung der Kunst im KSZE-Prozess und wandte sich gegen Kernwaffengefahr und Aufrüstung. Zu den Erstunterzeichnern gehörten unter anderen Harry Belafonte, Ingmar Bergman, Dario Fo, Gisela May, Günter Grass und Jewgeni Jewtuschenko. Sie verlangten, den KSZE-Prozess fortzuführen und Kultur als Brücke über politische und nationale Grenzen zu verstehen. Knorr fragt, ob heutige prominente Künstlerinnen und Künstler diesem Beispiel gegen Ausgrenzung folgen sollten.