Themen: Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Nordamerika
Die US-Regierung will die Aquakultur ausbauen, um die hohe Abhängigkeit von importierten Meeresfrüchten zu verringern. Dafür schuf sie im April ein nationales Büro für Fische und Meeresfrüchte und plant neue Zuchtanlagen vor Alaska, Kalifornien und im Golf von Mexiko. Kritiker befürchten, dass insbesondere Lachse unter Bedingungen gehalten werden, die an die industrielle Pouletmast erinnern. Lachse benötigen Bewegung und Verstecke, leben in Netzgehegen jedoch eng zusammen. Krankheiten, hohe Sterblichkeit, entkommene Tiere und die Belastung natürlicher Bestände zählen zu den Risiken. Auch Futterproduktion, Medikamente und Chemikalien können Meere und Wildfische belasten. Ein Undercover-Video von einer Farm des Konzerns Cooke Aquaculture in Maine zeigt laut Animal Outlook Misshandlungen von Fischen sowie Probleme beim Futter und die Tötung überzähliger Tiere. Die Zertifizierungsorganisation Best Aquaculture Practices kündigte eine Untersuchung an. Organisationen für Tierwohl, Umwelt und Konsumentenschutz lehnen die heutige Lachszucht zunehmend ab.