Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft
Regionen: International, Westasien
Sibel, eine Schweizer Teilnehmerin der Global Sumud Flotilla, wirft israelischen Streitkräften schwere Misshandlungen vor. Die Flottille mit Hilfsgütern für Gaza war am 18. Mai 2026 in internationalen Gewässern abgefangen worden; 428 Zivilisten wurden laut den Angaben festgehalten, ohne Zugang zu Anwälten. Sibel berichtet von Schubsen, Schlägen, gefesselten Händen und Füssen, Schlafentzug, unzureichendem Wasser und Toilettenzugang sowie verweigerter medizinischer Hilfe. Auf einem Militärschiff seien Projektile abgefeuert worden, nachdem Gefangene für Palästina gesungen oder Bedürfnisse wie Toilettenpapier und Binden eingefordert hätten. Sie schildert zudem rassistische Übergriffe gegen muslimische, arabische und dunkelhäutige Personen, das Herunterreissen von Kopftüchern und die Isolierung von Transpersonen. Kranke Gefangene hätten teils keine Medikamente erhalten. Sibel sagt, sie und andere seien bis zum Flugzeug geschlagen und getreten worden und litten weiterhin körperlich und psychisch unter den Folgen. Das EDA beantwortete die Frage nach einer Untersuchungsforderung nicht.