Themen: Kultur, Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Der Seiwal des Naturhistorischen Museums Freiburg ist als erstes Exponat in das erweiterte und renovierte ehemalige Zeughaus an der Route des Arsenaux umgezogen. Dort soll Ende 2028 das neue Musée d’histoire naturelle eröffnet werden. Das gut elf Meter lange Präparat wiegt noch 1650 Kilogramm und gilt wegen der erhaltenen Haut als möglicherweise weltweit einzigartig. Seine Geschichte ist allerdings nicht abschliessend geklärt. Einer älteren Darstellung zufolge strandete das Tier 1880 bei Dünkirchen und wurde vom Berner Präparator Otto Berchtold konserviert, bevor es 1882 nach Freiburg gelangte. Die heutige offizielle Version datiert die Strandung auf 1852 bei Le Havre: Der Wal sei einbalsamiert worden und während fast dreissig Jahren als Attraktion einer Wanderausstellung durch Europa gereist. Nach einem Konkurs seines Besitzers kaufte der Staat Freiburg die maritime Sammlung 1882 für 2000 Franken.