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Der IQ in die DNA eingraviert

Sept

Themen: Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung

Regionen: International, Europa

Robert Plomin, ein führender Verhaltensgenetiker, untersucht anhand grosser Bevölkerungs- und Zwillingsstudien, weshalb sich Menschen bei Merkmalen wie Körpergrösse, Gewicht und Intelligenz unterscheiden. Er leitet die Twins Early Development Study mit Zwillingen, die zwischen 1994 und 1996 in England und Wales geboren wurden. Nach seiner Forschung ist der IQ in erheblichem Mass erblich, auch wenn Gene und Umwelt komplex zusammenwirken. Intelligente Eltern hätten deshalb häufiger intelligente Kinder; dauerhafte Möglichkeiten, den IQ nach der Geburt stark zu erhöhen, seien begrenzt. Diese These löst Unbehagen aus, weil sie persönliche Gestaltbarkeit und bildungspolitische Erwartungen infrage stellt sowie Assoziationen mit Eugenik weckt. Plomin schildert zudem die wissenschaftspolitischen Konflikte der 1970er Jahre in den USA. Der Psychologe Leon Kamin habe damals gefordert, genetische IQ-Debatten zu beenden, weil Wissenschaft dem dienen solle, was er als nützlich für die Bevölkerung erachtete. Plomin kritisiert solche politischen Grenzen für Forschung.

www.sept.info

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