Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

TFA in Kälte- und Spritzmitteln belastet künftige Generationen

Infosperber
TFA in Kälte- und Spritzmitteln belastet künftige Generationen

Themen: Umwelt, Gesundheit, Wissenschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, International Unbestimmt

Trifluoressigsäure (TFA) ist eine sehr stabile, gut wasserlösliche PFAS-Chemikalie, die sich über Regen, Böden und Lebensmittel verbreitet und kaum aus Wasser entfernen lässt. Der pensionierte Schweizer Chemiker Peter Bützer schätzt, dass ihre langfristig zunehmende Belastung künftige Generationen erheblich gefährden könnte. Hauptquellen sind fluorierte Kältemittel und Pestizide wie Flufenacet und Fluazinam. In der Schweiz wurden im Niederschlag bis zu 5,7 Mikrogramm TFA pro Liter gemessen; eine Quelle in Altstätten enthielt laut Bützer 0,7 Mikrogramm pro Liter. Einen Grenzwert für TFA im Wasser gibt es in der Schweiz und der EU bislang nicht. EU-Behörden stuften TFA kürzlich als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B ein und senkten die als dauerhaft sicher geltende Aufnahmemenge. Bützers Modell ergibt bei unveränderter Freisetzung in fünf Jahren einen mittleren Gefährdungsquotienten rund 60-mal über dieser Referenz und nach 75 Jahren rund 800-mal darüber. Er fordert, Produktion und Eintrag solcher Ewigkeitschemikalien möglichst rasch zu begrenzen.

www.infosperber.ch

Zum Originalartikel