Themen: Klima&Energie, Gesellschaft, Kultur
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Architekturstudierende der FHNW haben Zukunftsbilder für das Kleinbasler Matthäusquartier entwickelt, das schweizweit die höchste Einwohnerdichte aufweist und nur 17 Prozent Grünraum besitzt. Im Umfeld eines einjährigen Superblock-Tests entwarfen sie für 2050 begrünte Strassen, Schattenräume, Gemeinschaftszonen, besser zugängliche Gebäude und stärker genutzte Dächer. Professorin Friederike Kluge betont, die Arbeiten sollten nicht nur Verkehr neu ordnen, sondern bestehende Häuser, Höfe und den Strassenraum als sozialen Lebensraum weiterentwickeln. Vorgesehen sind überwiegend Umbauten und Low-Tech-Lösungen statt Neubauten oder Klimageräte; Bäume, offene Böden und Begrünung sollen in heissen Sommern kühlen. Die in Schaufenstern, Lokalen und Galerien gezeigten Visualisierungen lösten auch Kritik aus, weil Rettungsdienste, Müllabfuhr und Feuerwehr berücksichtigt werden müssen. Der Superblock-Test wurde zusätzlich dadurch beeinträchtigt, dass Durchfahrts- und Parkverbote laut Bericht kaum durchgesetzt wurden. Anwohnende organisierten dennoch Kulturveranstaltungen, Begegnungszonen und eine Fotoausstellung; viele berichteten von neuen nachbarschaftlichen Kontakten.